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Connect Players: Q&A mit Linda Skovmand

Frederik Hvillum

Jan 15, 2026

Erfahre, wie die verbesserte Veo Connect Players-Funktion Verbindungslinien und Distanzmessungen direkt in deine Spielaufnahmen bringt. Entdecke die Technologie dahinter und wie Trainer sie für die taktische Analyse nutzen.

Wir haben das Feature „Connect Players“ im 2D-Radar verbessert, indem wir die Verbindungslinien direkt in die Spielaufnahmen bringen. Wenn Trainer jetzt Spieler in der Radar-Ansicht verbinden, erscheinen diese Linien direkt im Video – inklusive Distanzmessungen in Yards, die sich in Echtzeit mit den Spielern mitbewegen.

Die Technologie basiert auf dem Tracking-System von Veo und wandelt die Positionen auf dem Spielfeld für jeden Frame in präzise Video-Koordinaten um. So können Trainer räumliche Beziehungen und defensive Grundordnungen direkt im Videomaterial visualisieren, wodurch taktische Konzepte in Video-Sitzungen sofort klar werden.

„Connect Players“ ist ab sofort in Veo Analytics für alle Nutzer verfügbar. Um mehr über diese Erweiterung zu erfahren, haben wir uns mit Linda Skovmand, Software-Entwicklerin bei Veo, zusammengesetzt und sie nach dem Entwicklungsprozess gefragt.

Was hat euch dazu inspiriert, das „Connect Players“-Feature vom 2D-Radar auf das eigentliche Videomaterial auszuweiten, und welche spezifischen Herausforderungen für Trainer wolltet ihr damit lösen?

Das hat sich ganz natürlich ergeben. Im Frühjahr 2025 haben wir endlich die technische Herausforderung gelöst, die Position eines Spielers auf dem Platz in eine präzise Koordinate auf dem Videobild umzurechnen. Das war ein wirklich spannender Durchbruch, weil er so viele neue Möglichkeiten eröffnet hat.

Als wir später in jenem Jahr die Standard-2D-Spielerverbindungen in der Radar-Ansicht einführten, fühlte es sich sofort wie der nächste logische Schritt an, diese Verbindungslinien auch direkt ins Video zu übertragen.

Wir wissen, dass das 2D-Radar super für taktische Übersichten ist, aber es ist einfach viel effektiver, wenn man diese räumlichen Beziehungen direkt über den echten Spielaufnahmen sieht. Es macht Konzepte intuitiver und erleichtert die Kommunikation in Video-Sitzungen. Du kannst den Spielern genau zeigen, wie „zu breit“ oder „zu kompakt“ in echten Spielsituationen aussieht.

Wie schafft es die Technologie, die Distanzmessungen und Linienpositionen präzise zu halten, während sich die Spieler über das ganze Spiel hinweg bewegen?

Es geht vor allem darum, verschiedene Datenströme in Echtzeit zu kombinieren. Wir nehmen die Tracking-Daten der Spieler aus unserer Radar-Ansicht, die uns die präzisen Positionen auf dem Spielfeld liefern, und kombinieren sie mit den Kamera-Kalibrierungsinformationen der jeweiligen Aufnahme.

Für jeden Frame des Videos wissen wir genau, wohin die virtuelle Follow-Kamera zeigt und wie sie im Verhältnis zum Spielfeld positioniert ist. Das nutzen wir, um die Feldposition jedes Spielers auf das Videobild zu projizieren, indem wir 3D-Feldkoordinaten in 2D-Bildschirmkoordinaten umwandeln. Sobald wir diese Positionen haben – ähnlich wie bei „Circle the Player“ –, zeichnen wir die Linien dazwischen. Die Distanzmessungen werden auf Basis der tatsächlichen Positionen auf dem Spielfeld berechnet, sodass sie unabhängig vom Kamerawinkel oder Zoom immer genau bleiben.

Wie stellst du dir vor, dass Trainer die visuellen Linien und Distanzmessungen in der Praxis nutzen?

Der unmittelbarste Nutzen liegt in den Video-Sitzungen mit dem Team. Anstatt ständig zwischen Radar-Ansicht und Video hin- und herzuwechseln oder zu versuchen, Abstände mündlich zu erklären, können Trainer jetzt direkt auf das Videomaterial zeigen und sagen: „Schau mal, ihr wart hier 18 Meter voneinander entfernt – das ist zu viel Platz für unser Pressingsystem.“

Das ist genial, um taktische Konzepte wie Abwehrketten, Pressing-Auslöser oder Passwege zu demonstrieren. Du kannst das Video in einem entscheidenden Moment anhalten, die Abwehrkette verbinden und sofort sehen, ob es Lücken gibt, die der Gegner ausnutzen könnte. Oder du verbindest einen Angreifer mit dem nächsten Verteidiger, um zu zeigen, wann sich Pressing-Chancen ergeben.

Auch für die individuelle Spielerentwicklung ist es super nützlich. Du kannst einem Mittelfeldspieler genau zeigen, wie weit er in einer bestimmten Spielphase von seinen Mitspielern entfernt war. Das hilft dabei, die eigenen Positionsentscheidungen besser zu verstehen.

Ich glaube auch, dass es für die Trainingsvorbereitung wertvoll sein wird. Wenn Trainer merken, dass ihr Mittelfeld regelmäßig auf eine bestimmte Distanz auseinandergezogen wird, bevor sie Torchancen zulassen, können sie Trainingsformen entwerfen, die genau auf diese Distanz begrenzt sind. So können sie einen Datenpunkt aus dem Spiel nehmen und ihn in eine physische Vorgabe auf dem Trainingsplatz verwandeln.

Wie wird diese Erweiterung deiner Meinung nach den gesamten Coaching-Workflow in Veo Analytics beeinflussen?

Das Spannende ist, wie gut das ins Gesamtbild dessen passt, was wir gerade aufbauen. Wir haben bereits „Circle the Player“, um individuelle Bewegungen zu verfolgen, und jetzt „Connect Players“, um räumliche Beziehungen zu verstehen. Diese Features greifen ineinander und bieten Trainern ein umfassendes Toolkit für die taktische Analyse.

Ich sehe das als Standardteil der Spielanalyse nach dem Match. Trainer können schnell zu den Schlüsselszenen springen, die relevanten Spieler verbinden und haben objektive Messwerte direkt im Video. Kein Schätzen oder Diskutieren über Abstände mehr – alles basiert auf echten Tracking-Daten.

Im Grunde geht es darum, taktische Einblicke zugänglicher und visueller zu machen. Nicht jeder Coach hat die Zeit, tief in Datentabellen und Heatmaps einzutauchen. Mit Funktionen wie dieser kommen die Erkenntnisse direkt dorthin, wo sie sowieso schon arbeiten – ins Videomaterial.

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